Münchener KI-Startup e-bot7 sichert sich Millionenfinanzierung

Gründerszene Munich-based AI company e-bot7 secures 5,5 Million Euro Series A

Terminator oder Utopia – das Thema Künstliche Intelligenz werde oft falsch verstanden. Daher betreiben die e-bot7-Gründer auch viel Aufklärung, um Kunden zu gewinnen.

 

Was kostet mich das Roaming auf den Seychellen? Wann kommt mein Paket an? Es sind Fragen wie diese, auf die die Chat-Software des KI-Startups e-bot7 die richtigen Antworten parat haben soll. All das getippt oder gesprochen und für alle möglichen inhaltlichen Bereiche. Dafür hat sich das Münchener Unternehmen um die Gründer Fabian Beringer, Xaver Lehmann und Maximilian Gerer nun neues Kapital geholt: 5,5 Millionen Euro insgesamt.

 

Das Geld kommt vom Investor RTP Global, der auch bei Delivery Hero, Sumup oder Urban Sports Club engagiert ist, sowie den Altinvestoren 42CAP, dem Main Incubator, ein Frühphasen-Investor der Commerzbank-Gruppe, und einem Business Angel. Mit dem Kapital wolle e-bot7 über den deutschsprachigen Raum hinaus wachsen und neue Sprachen lernen, um international Fuß zu fassen. „Die Software soll bald zum Beispiel asiatische Sprachen verstehen, in diesen Märkten steckt viel Potenzial“, sagt Gründer Fabian Beringer gegenüber Gründerszene.

 

e-bot 7 Beringer, Lehmann, Gerer

Das e-bot7-Gründerteam: CEO Fabian Beringer, CEO Xaver Lehmann und CTO Maximilian Gerer

 

Beringer hatte e-bot7 Anfang 2016 zusammen mit zwei langjährigen Schulfreunden aus dem Studium heraus gegründet. Heute hat das Unternehmen 36 Mitarbeiter, noch in diesem Jahr soll das Team auf bis zu 50 Köpfe ausgebaut werden. Mit der Eröffnung neuer Büros in London und Paris sowie einer bestehenden Niederlassung in den Vereinigten Arabischen Emiraten könnten im nächsten Jahr bis zu 100 Mitarbeiter bei e-bot7 beschäftigt sein, sagt Beringer. Vor allem die Bereiche Tech und Data-Science sollen ausgebaut werden. Als deutsches Startup in einem international kompetitiven Umfeld sei es schwierig, die richtigen Mitarbeiter zu finden. „Gute Entwickler gehen in die USA und bleiben dann dort“, sagt Beringer.

 

Kunden von e-bot7 seien Unternehmen wie O2, die Deutsche Bahn, der Versicherer HDI oder die Commerzbank. Die habe man über die Teilnahme an Accelerator-Programmen, Events, durch die Ansprache auf Linkedin oder durch Weiterempfehlung gewinnen können, so Beringer. „Bei KI ist es wichtig, viel über realistische Anwendungsfälle zu sprechen. Auf diesem Weg kann man auch zu neuen Kunden kommen.“

 

Denn beim Thema Künstliche Intelligenz seien Diskussionen meist geprägt von Angst oder von Illusion. „Viel wird falsch verstanden“, sagt Beringer und bemängelt fehlenden Realismus. Um Aufklärung zu betreiben, hat e-bot7 ein eigenes Nutzernetzwerk aufgebaut und bietet Consulting-Dienste an. Die Gründer wirken unter anderem beim KI-Bundesverband mit.

 

Den Originalartikel über Gründerszene finden Sie hier.