Main Incubator Interview mit e-bot7 Gründer Fabian Beringer

Main Incubator

Was unterscheidet e-bot7 von anderen Chatbot-Lösungen?

Wir bieten eine hybride Agent+KI® Lösung an, bei der Agenten das KI-System nicht manuell trainieren müssen, sondern es während des operativen Geschäfts automatisch geschult wird. Mit unserer Lösung können wir die Effizienz im Kundenservice um bis zu 80% steigern. Die Integration — in weniger als zwei bis vier Wochen — ist einfach und schnell sowie flexibel, also vor on-premise oder in der Cloud einsetzbar. Darüber hinaus können Sie durch unseren Contextual Dialog Editor® komplexe Prozesse einrichten, im Backend Systeme integrieren und dann vollständig automatisieren. Außerdem haben wir den stärksten mehrsprachigen Algorithmus und können die Lösung flexibel in bestehende CRM-Systeme integrieren.

 

Während die meisten in der Branche sich dafür entscheiden, neuronale Netze von Drittanbietern zu nutzen, bieten wir mit unseren eigenen KI-Entwicklern und Technologien eine einfache Schnittstelle für Endkunden, die es uns ermöglicht, unsere Modelle fortlaufend zu verbessern, während wir jedem unserer Kunden eine umfassende, maßgeschneiderte Lösung anbieten, um seine Möglichkeiten optimal zu nutzen.

 

Wie hat alles angefangen?

Als wir einmal nach einer Wartezeit von mehr als 37 Minuten frustriert aus einer Customer Service Hotline geschmissen wurden, war uns klar, dass dieses Problem gelöst werden muss. Genau deshalb tüftelten wir drei Gründer (Xaver Lehmann, Maximilian Gerer und Fabian Beringer) an einer Idee, welche mithilfe von künstlicher Intelligenz nicht nur Agenten dabei unterstützen sollte, schnell arbeiten zu können, sondern wiederkehrende Fragen zu automatisieren, damit Kunden schneller eine Antwort erhalten.

 

Welches Problem, welche Idee gab den Ausschlag zur Gründung?

Der Kundenservice heutzutage ist geprägt von hohen Kosten und manuellen Prozessen. Gleichzeitig steigt die Kundennachfrage nach schnellerem Service auf digitalen Kanälen stetig an. Die Verteilung des Anfragevolumens ist dabei nicht ausgeglichen, sodass die Supportkapazität entweder nicht permanent genutzt wird oder die Bearbeitungszeit für Kunden in Spitzenzeiten zu hoch ist.

 

Welche Hürden musstest du nehmen?

Während unserer ersten Investmentrunde waren wir uns zu sicher, dass alles nach Plan läuft. In letzter Sekunde ist einer unserer Investoren ohne Grund ausgestiegen. Zum Glück hatten wir zu dem Zeitpunkt ein sehr starkes Netz an weiteren Investoren, die uns dann unterstützt haben. Wir haben daraus gelernt, dass ein Deal erst vollendet ist, wenn alles unterschrieben ist.

 

Ab wann wusstest du, „das könnte funktionieren“?

Wir haben von Anfang an fest an unser Produkt geglaubt, jedoch haben uns die guten Ergebnisse bei unserem ersten großen Kunden selber überrascht. Bei einem dieser ersten großen Kunden, einem Telekommunikationsanbieter, konnten wir die Effizienz im Kundenservice massiv erhöhen. Innerhalb von zwei Monaten wurden 61% der Anfragen komplett automatisiert und die Bearbeitungs- zeit wurde um 68% reduziert. Somit hatten die Support-Mitarbeiter mehr Kapazität, um sich auf komplexe Aufgaben zu konzentrieren. Zudem stieg auch die Kundenzufriedenheit enorm an.

 

Wie viele Mitarbeiter sind in deinem Unternehmen beschäftigt und wen sucht ihr aktuell?

Aktuell arbeiten 50 Mitarbeiter an den Standorten in München, London und Barcelona. Vor allem die Bereiche Tech und Data-Science sollen ausgebaut werden.

 

Wo steht das Unternehmen, wie geht es mit dem Produkt und dem Unternehmen weiter?

Unser Ziel ist es, nicht nur die beste KI-basierte Technologie anzubieten und damit den Kundenservice zu revolutionieren, sondern es Unternehmen so einfach wie möglich zu machen, eine solche Technologie einzuführen und zu benutzen. Deshalb haben wir eine ‚Plug and Play‘-Lösung gebaut, welche von Unternehmen ohne Entwicklungsaufwand direkt eingesetzt werden kann.

 

Einer unserer Meilensteine für die nächsten Jahre ist unsere internationale Expansion in Europa und den USA. Wir wollen der führen- de Anbieter von künstlicher Intelligenz für den Kundenservice werden.

 

Darüber hinaus wollen wir künftig weitere Sprachen im Zuge unserer Internationalisierung anbieten. In Zukunft müssen sich die Unternehmen verstärkt auf den Ausbau des Kundenservice konzentrieren, um den direkten Kontakt zum Kunden herzustellen. Unterstützt wird dieser Trend durch neue KI-Technologien wie die e-bot7-Lösung. Derzeit ist es technologisch möglich, bis zu 80% der Textabfragen zu automatisieren. Unserer Meinung nach wird die Vollautomatisierung noch länger dauern. Dies würde eine enorme Menge an Daten, Rechenleistung und neuen Technologien erfordern. Sobald dies möglich ist, wird e-bot7 der erste Anbieter dieser KI-Technologie sein.

 

Der Artikel ist im Original bei Main Incubator erschienen.