Das Bilanz-Magazin hat e-bot7 unter die Top 10 der KI-Start-ups gewählt

Bilanz magazine ranked e-bot7 amongst the top 10 AI start-ups Under the motto ‘invent the future’ BILANZ Magazine has selected the best 10 AI start-ups which developed outstanding innovations, are growing rapidly and found financially strong investors.
Die Gründer von e-bot7 Fabian Beringer, Xaver Lehmann und Maximilian Gerer (von links nach rechts).

 

Unter dem Motto invent the future hat das BILANZ Magazin die besten 10 KI-Start-ups ausgewählt, die herausragende Innovationen entwickelt haben, schnell wachsen und finanzstarke Investoren gefunden haben.

 

Künstliche Intelligenz ist die neue Elektrizität“, sagt Andrew Ng, einer der weltweit angesehensten Wissenschaftler in dieser Disziplin. Man könne sich nicht einmal ausmalen, wie sich die KI in den kommenden zehn Jahren auf unser tägliches Leben auswirken werde.

 

Als eine Grund- oder Universaltechnik bietet sie in der Tat potenziell eine nach menschlichem Ermessen fast unbegrenzte Anzahl von Anwendungsmöglichkeiten, um menschliche Fähigkeiten zu erweitern, die Qualität von Waren und Dienstleistungen zu verbessern, Abläufe wirtschaftlicher, bequemer und umweltfreundlicher zu gestalten und den Menschen schließlich von vielen ungeliebten und mühsamen Aufgaben zu befreien.

 

Als einer der Top 10 KI-Start-ups hat sich e-bot7 auf die Steigerung der Effizienz im Kundenservice konzentriert. Sei es bei der Bahn oder bei Banken: Kundenberater einer Branche lesen oft dieselben Fragen und schreiben oft dieselben Antworten. Diese Routinen kann ein ausgeklügeltes Dialogsystem des Münchner Start-ups e-bot7 übernehmen. Die Software versteht einfache Texte und beantwortet sie selbstständig oder leitet sie an einen passenden Experten weiter.

 

Angelernt wird der Chatbot mit Frage-Antwort-Tabellen früherer Dialoge, die in den jeweiligen Unternehmen existieren, bei allen neuen Fällen lernt das System dann dazu. Die Zuverlässigkeitswerte sind mit über 97 Prozent sehr hoch. Dabei versteht die e-bot7 Software nicht nur die Sprache, sie kann aus dem Geschriebenen auch (manche) Stimmungen erkennen und entsprechend reagieren. Etliche Großunternehmen gehören inzwischen zur Kundschaft.

 

2016 von den Jugendfreunden Fabian Beringer, Xaver Lehmann und Maximilian Gerer (s. Titelseite v. l.) gegründet, beschäftigt e-bot 7 heute 30 Leute. Nächstes Ziel ist die Expansion ins Ausland: neue Sprachen, die von KI-Systemen in einer Woche erlernt werden können. Die Finanzierung ist gesichert.

 

Vor wenigen Wochen hat die Initiative Applied AI von der Unternehmertum GmbH, dem Zentrum für Gründung und Innovation der TU München, eine Bestandsaufnahme der hiesigen Szene vorgenommen und insgesamt 214 KI-Start-up gezählt, die meisten von ihnen im internationalen Vergleich recht klein und noch schwach finanziert und größtenteils ansässig in den Gründerzentren Berlins und Münchens.

 

214 ist keine übermäßig beeindruckende Zahl. Aber immerhin: Sie steigt rapide, um 62 Prozent allein im vergangenen Jahr. Dennoch brauche es in Deutschland mehr Engagement, sagt Andreas Liebl, Chef von Applied AI. Denn gerade auf dem Feld KI sind Gründungen wichtige Antreiber. Doch nur in seltenen Fällen gelinge es, die jungen Unternehmen „so zu ertüchtigen“, sagt er, „dass sie auch hinsichtlich der Mitarbeiterzahl international konkurrenzfähig sind“. Dafür fehle es zum einen an Fachkräften – ein internationales Problem – und zum anderen am Geld.

 

In Deutschland herrscht ein notorischer Mangel an Wagniskapital. Seit 2009 wurden in sämtliche von Applied AI gelistete KI-Gründungen lediglich 1,2 Milliarden Euro investiert. Und auch die Politik unternimmt zu wenig: Bis 2025 will der Bund nur drei Milliarden Euro in die KI-Förderung investieren. Einim internationalen Vergleich grotesk niedriger Betrag: In China hat allein Sensetime, eine auf Gesichtserkennung spezialisierte Firma, seit 2017 mehr als 2,2 Milliarden Euro erhalten, unter anderem von chinesischen Risikokapitalgebern und Großunternehmen wie Alibaba und Qualcomm.

 

Zur Herausforderung entwickele sich zudem die großstädtische Konzentration von KI, sagt Andreas Liebl: „Der zunehmende Fokus auf Berlin und München zeigt, dass sich viele Regionen schwertun, attraktive Rahmenbedingungen zu schaffen und KI als Zukunftstechnik wirklich in der Breite zu verankern.“

 

Immerhin wächst die Anzahl der KI-Firmen, die sich den hierzulande wichtigen Branchen widmen, der Fertigung und Produktion, Transport und Mobilität. „Die Tatsache, dass sich Start-ups zunehmend auf deutsche Kernindustrien fokussieren, ist eine gute Nachricht“, sagt Andreas Liebl.

 

Eine gute Nachricht ist auch, dass sich immer mehr hiesige KI-Gründungen auch international sehen lassen können. Ihnen gelingt, was der Informatikpionier Alan Kay in einem Aperçu mit den Worten zusammenfasste: „Der beste Weg, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie zu erfinden.“

 

Gemeinsam mit der Initiative Applied AI hat die BILANZ jene zehn deutschen KI-Start-ups ermittelt, die zu den innovativsten, bestfinanzierten und wachstumsstärksten des Landes gehören.

 

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